Film, Sprache und Kultur
Vorlesen verbindet – ein Fest der Sprachenvielfalt
Am 21. Mai 2025 verwandelte sich der Zuchler Widitreff in einen Ort der Sprachenvielfalt und des kulturellen Austauschs. Am Schweizer Vorlesetag lud der Verein Zusammen in Zuchwil zu einem literarischen Potpourri ein: Zwölf Muttersprachler lasen Kindern und Erwachsenen aus ihren Lieblingsbüchern vor – auf Polnisch, Finnisch, Tigrinya, Türkisch, Spanisch, Englisch, Albanisch, Italienisch, Kroatisch, Arabisch, Schweizerdeutsch und Armenisch.
Begleitet wurden die Beiträge von der Sprecherin Sangeetha Sander, die die Texte jeweils auf Hochdeutsch vorlas. So konnten die Zuhörenden nicht nur der Klangvielfalt lauschen, sondern auch den Inhalt verstehen.
Rund 60 Gäste genossen im Widitreff lustige, berührende und tiefgründige Geschichten. Der Anlass inspirierte viele Anwesende zu angeregten Gesprächen zum Thema Sprachenvielfalt in unserer Gemeinde. Diese wollen wir in Zuchwil weiterhin wertschätzen und feiern!
Filmvorführung HABIBI SAMI mit anschliessendem Gespräch
Am 27. Mai 2025 zeigte der Verein ZUSAMMEN IN ZUCHWIL im Widitreff den rund 30-minütigen Dokumentarfilm HABIBI SAMI. Im Mittelpunkt steht Sami Daher, der sich mit seinem Restaurant «Pittaria» in Solothurn erfolgreich in der Schweiz integriert hat – und dennoch von der Sehnsucht nach seiner Heimat Palästina begleitet wird. Der Film erzählt einfühlsam von seiner inneren Zerrissenheit und seinem Weg zwischen zwei Welten.
Im Anschluss war ein Gespräch mit Sami Daher und der Regisseurin Lesley Kennel geplant. Leider konnte Sami Daher krankheitsbedingt nicht teilnehmen. Lesley Kennel bot jedoch spannende Einblicke in die Entstehung des Films, die Dreharbeiten in Solothurn und Nazareth sowie ihre Begegnungen mit Samis Familie.
Die rund 70 Anwesenden zeigten sich berührt – besonders von Samis authentischem Auftritt und der sensiblen filmischen Umsetzung. Kennel betonte, dass es ihr wichtig war, Sami als Mensch zu porträtieren, nicht einen politischen Film über den Palästinakonflikt zu drehen. Dennoch werde die dramatische Lage in Palästina im Film spürbar. Ein Zuschauer lobte den Film für seinen faszinierenden, menschlichen Einblick in die palästinensische Kultur – ein bewegender Kontrast zur medialen Darstellung von Krieg und Leid, unter dem das palästinensische Volk leidet.